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Waiblingen
Landschaftspflegetag mit Amphibien-Ausstellung am 6. März von 11 bis 16 Uhr im Kreishaus Waiblingen. Naturschutzbehörde zeigt seltene Arten.
Frisst ein Laubfrosch Laub? Welche Amphibien leben in einer Pfütze? Rufen Frösche weil sie Hunger haben? Die Amphibienausstellung der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt beantwortet diese Fragen am 6. März im Kreishaus, Alter Postplatz 10, in Waiblingen.
Zwischen 11 und 16 Uhr können Besucher Amphibien der seltenen und gefährdeten Gattungen Gelbbauchunke, Laubfrosch, Springfrosch und Wechselkröte in Terrarien beobachten.
Der Landschaftspflegetag ist Teil eines landesweiten Aktionsplan zum Schutz der biologischen Vielfalt. Er wurde im März 2008 vom Ministerrat verabschiedet und resultiert aus dem Umweltgipfel der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro 1992. Er soll in Baden-Württemberg 111 gefährdeten Arten und deren Lebensräumen helfen sowie möglichst viele Gruppen der Bevölkerung zum Engagement anregen. „Wir wollen unseren Bürgern und insbesondere Kindern und Jugendlichen diese Arten anschaulich nahe bringen, über ihre Gefährdung und Schutz im Rems-Murr-Kreis informieren und einen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt an der „Basis“ leisten“, erklärt Landrat Johannes Fuchs. Er eröffnet die Ausstellung um 11 Uhr. Die Presse ist herzlich eingeladen.
Alle streng geschützten Tiere, die in der Amphibienausstellung zu sehen sind, stammen aus einem genehmigten Nachzuchtprogramm. In der freien Natur sind diese stark gefährdeten Arten selten geworden. Ihre Lebensräume sind gesetzlich geschützt – aber auch aus Respekt und Verständnis für den Erhalt unserer heimischen Artenvielfalt sollten Amphibien in ihren natürlichen Lebensräumen nicht gestört werden.
In den Jahren 2006 bis 2008 wurde etwa die Bestandssituation des Laubfrosches im Rems-Murr-Kreis unter der Regie der Unteren Naturschutzbehörde erfasst. Ergebnis: Derzeit besteht kaum Hoffnung, gebietsheimische Bestände Art im Rems-Murr-Kreis anzutreffen. Es sind derzeit keine stabilen heimischen Laubfroschvorkommen im Rems-Murr-Kreis bekannt. Artenschutzprojekte sind daher wichtige Bausteine zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Bild: Gelbbauchunke (Fotonachweis: Landratsamt, Dietmar F. Reiniger)