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Die Untere Forstbehörde (UFB) vom Landratsamt Rems-Murr-Kreis informiert:
Baden-Württemberg und hier besonders das Neckarland ist ein Verbreitungsschwerpunkt der Vogelkirsche. Sie ist in den Wäldern eine begleitende Baumart, die vor allem an Waldrändern und Südhängen vorkommt. Besonders im Frühjahr leuchtet sie mit ihrer weißen Blütenpracht aus den noch kahlen Laubwäldern. Blühende Kirschbäume sind im Frühjahr ein weithin sichtbarer Farbtupfer, die den Wald, Waldränder und Feldgehölze stimmungsvoll in Szene setzen. Aber auch im Herbst bietet sie mit ihren feuerroten Blättern einen wunderschönen Anblick.
Für Tiere haben Vogelkirschen eine große Bedeutung. Die Blüten bieten im Frühjahr Bienen und Hummeln reichlich Nahrung. Die Früchte werden gerne, wie der Name schon sagt, von verschiedenen Vogelarten gefressen, aber auch Dachs, Fuchs und Marder suchen die Bäume regelmäßig auf, um nach heruntergefallenen Kirschen zu suchen. Ein Vogel, der Kernbeisser, hat sich auf das Knacken der Kerne spezialisiert. Auch bietet das leicht zersetzbare Laub Nahrungsgrundlage für viele Kleinstlebewesen in unserem Ökosystem.
Was viele nicht wissen: aus der Vogelkirsche wurden unsere heutigen Süßkirschenbäume gezüchtet.
Das Holz ist sehr begehrt und zählt zu dem Wertvollsten, was unsere heimische Forstwirtschaft bietet. Das rötliche Holz wird für hochwertige Spitzenprodukte im Möbel- und Innenausbau verwendet.
Die Pflanzung von Kirschen, an für ihre Ansprüche geeigneten Waldstandorten und beim Aufbau von Waldrändern, gehört seit langem zum Festen Programm der Forstwirtschaft. Gerade auch an heimischem Kirschholz zeigt sich die Leistungsfähigkeit unseres Holzhandwerks und der Holzindustrie zusammen mit der Forstwirtschaft, die natürlichen und nachwachsenden Schätze unserer Natur bestmöglich in Wert zu setzen.
Jürgen Baumann, GB Forst