Man muss kein Vogelkundler sein, um ihn zu erkennen: Über dem Feld oder einer Strassenböschung „rüttelt“ der Vogel am Himmel – mit raschem Flügelschlag und breit gefächertem Schwanz steht er punktgenau in der Luft, deshalb wird er auch Rüttelfalke genannt.
Seine Aufmerksamkeit gilt meistens einer Maus – die Feld-, Rötel-, Spitz- oder Wühlmaus stehen auf seinem Speisezettel. Es dürfen aber auch mal ein Maulwurf oder Insekten, Reptilien sein.
Die Rede ist vom Turmfalken der 2007 zum Vogel der Jahres gekürt wurde. Der Rüttelflug ist sein Markenzeichen und lässt er sich zu Boden fallen ist er etwa in einem von fünf Fällen erfolgreich.
Schon aus größerer Entfernung macht dieser Jagdstil ihn unverwechselbar. Zwar versuchen auch Mäusebussarde mit Hilfe des Gegenwindes einen Rüttelflug aber keiner beherrscht das so gut und so beinzigartig wie der Turmfalke.
Der Turmfalke ist mit ca. 350.000 Brutpaaren der häufigste Greifvogel in Mitteleuropa. Der Name weist darauf hin, dass er auch menschliche Bauwerke als Brutplatz nutzt. Wie alle Falken brütet er aber meist in Felsspalten oder nutzt verlassene Krähen- oder Elsternester.
Das Weibchen brütet ab April 3 bis 6 rotbraune, stark gefleckte Eier aus. Die Jungen schlüpfen nach ca. 28 Tagen und sind bereits nach 4 Wochen ausgewachsen.