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Tafeltrauben sind gesunde Energiespender


Verbraucher haben inzwischen eine große Auswahl an Trauben aus heimischen Gefilden


Verbraucher finden auf den Wochenmärkten der Region zunehmend deutsche Tafeltrauben. Wo früher noch Importe aus Übersee lagen, kann man jetzt auch heimische Marken wie Osella, Galanth, Palatina, Muscat Bleu, Nero und Fanny genießen.


Auf über 80 Hektar werden allein in Baden-Württemberg Tafeltrauben angebaut, unter anderem auch im Rems-Murr-Kreis. Hier prägen Weinreben traditionsgemäß die Landschaft.
Unterschiede zu den „normalen“ Weintrauben sind nicht allein die Größe - Tafeltrauben sollen keine störende, zähe Schale haben, knackig sein, am besten samenlos, mit großen Einzelbeeren. Beim Anbau in Deutschland wird zudem Wert auf robuste oder resistente Sorten gelegt, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gering zu halten.

 

Im Tafeltraubenanbau steckt viel Handarbeit, nur wenige Arbeiten können mechanisiert werden. Neben Laubarbeiten müssen auch kranke Beeren von Hand ausgeschnitten werden. Die besonderen Vorzüge heimischer Tafeltrauben sind vor allem die niedrigen Rückstandswerte. Der Verbraucher erhält frische und voll ausgereifte Früchte.

 

Tafeltrauben enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe: Neben dem Traubenzucker (der einfachste Zucker, auch Glucose genannt), enthalten sie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen, Vitamin B und C. Tafeltrauben regen die Darm und Nierentätigkeit an. Besonders in den bei den Verbrauchern ungeliebten Kernen und in der Schale der Trauben sind große Mengen an Vitamin E enthalten, sowie sekundäre Pflanzenstoffe, vor allem so genannte Phenole. Eines von ihnen, das Procyanidin, bekämpft freie Radikale, also aggressive Sauerstoffmoleküle im Blut. Damit ist Procyanidin eine Art Jungbrunnen, denn es wirkt einer Schädigung und vorzeitigen Alterung der Körperzellen entgegen und verhindert unerwünschtes Zellwachstum. Die Anthozyane in den Tafeltrauben verhindern durch den Eingriff in bestimmte Stoffwechselvorgänge das Verklumpen der Blutplättchen (Thrombozyten), was zu einem besseren Blutfluss und zu einer höheren Sauerstoffversorgung des Gewebes führt. Insgesamt sind Tafeltrauben also ausgesprochen gesunde Energiespender.

 

Verschiedenste Sorten von Tafeltrauben werden auch im Rems-Murr-Kreis angebaut und auf Wochenmärkten und Hofläden direkt vermarktet. Eine Übersicht über die Wochenmärkte der Region und Direktvermarkter in Ihrer Nähe erhalten Sie auf www.natur-von-hier.de. Weitere Informationen gibt es beim Geschäftbereich Landwirtschaft in Backnang (07191/895-4233) sowie unter www.ernaehrung-bw.info.

 

Dieser pfiffige Nachtisch lässt Sie Trauben auch mal anders genießen:

 

Trauben-Champagner-Gratin:
200 g blaue und grüne Trauben
Fett für die Förmchen
100 ml Sekt
2 Eigelb
70 g Zucker
150 g Schlagsahne
Puderzucker zum Bestäuben
Trauben waschen, halbieren, eventuell entkernen und in gefettete Förmchen geben.
Sekt, Eigelb und Zucker über dem heißen Wasserbad dickschaumig aufschlagen. Herunternehmen und kaltrühren. Sahne steif schlagen, unterziehen und den Guss über den Trauben verteilen.
Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 220 °C 10-15 Minuten überbacken.
Mit Puderzucker bestäubt sofort servieren.

Hier noch ein Tipp:
Einfacher Naturjoghurt kann mit frischen Tafeltrauben leicht aufgepeppt werden.
Halbieren Sie hierzu Tafeltraubenbeeren und entfernen Sie ausnahmsweise die Kerne. Schneiden Sie die Beeren klein und vermengen diese mit dem Joghurt. So erhalten Sie einen natürlich gesüßten Fruchtjoghurt, den auch Kinder lieben.