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Römische Geschichte im Original - Museen am Weltkulturerbe Limes

Der römische Limes in Deutschland ist Weltkulturerbe. Den Museen kommt dadurch eine besondere Rolle für den Schutz des Limes und seine Vermittlung zu.

Die Museen mit römischen Sammlungsbeständen in den vier Limesbundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz) sind zentrale Anlaufstellen für vertiefende Informationen über das längste europäische Bodendenkmal. Sie ergänzen die konservierten Ausgrabungsbefunde oder rekonstruierten Bauwerke durch Informationen zur Geschichte und zum Verlauf des Limes sowie zum täglichen Leben an der Nordgrenze des Imperiums während des 1. bis 3. Jahrhunderts n. Chr. Die archäologischen Funde gehören untrennbar zum Schutzobjekt Limes. Nur die Museen erschließen den Zusammenhang zwischen Fundstück und Fundort. In ihnen wird das Verständnis für den notwendigen Schutz sowohl beweglicher Funde als auch unbeweglicher Bodendenkmäler wie Gebäudereste und Limeswall geweckt.

Eine zentrale Aufgabe der Museen ist die Vermittlung des Limes als Teil einer größeren antiken Kulturlandschaft. Der Limes ist kein isoliertes Bodendenkmal, sondern steht im Zusammenhang mit Kastellen, Lagerdörfern, Gutshöfen und Straßen. Mit den daraus vorliegenden Originalfunden wird der Limes in seinem historischen Gesamtzusammenhang verständlich. Deshalb wird auch eine gemeinsame Beschilderung nach den Richtlinien der Deutschen Limeskommission angestrebt. Im Rems-Murr-Kreis konnte diese Beschilderung bereits umgesetzt werden. Auf 26 Tafeln unter Federführung des Landesamtes für Denkmalpflege kann sich der interessierte Besucher auf anschauliche Weise unter anderem über Geschichte, Vermessungstechnik und das Leben der Römer am Limes informieren.

„Bereits vor einiger Zeit hat der Rems-Murr-Kreis das kreisübergreifende Projekt „Limes-Cicerones“ ins Leben gerufen. In Kooperation mit dem Ostalbkreis, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Archäologischen Landesmuseum wurden zwei Staffeln von Limes-Cicerones ausgebildet. Dies sind spezielle Limesführer, die zum Erwerb ihres Gütezertifikates eine anspruchsvolle Abschlussprüfung absolvieren mussten“, so Barbara Schunter, die Tourismusbeauftragte des Landratsamtes. Die meisten Limes-Cicerones sind im neu gegründeten Verband zusammengeschlossen und bereichern inzwischen mit zahlreichen sowie originellen Führungsangeboten, Pauschalen mit Römermahlzeiten, Limes-Stafette und ehrgeizigen Plänen für das nächste Jahr das Veranstaltungsangebot in den beiden Landkreisen.