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Voll im Trend – Kürbisse

Lange waren sie in Vergessenheit geraten – doch zur Zeit erleben Kürbisse eine Renaissance in der Küche. Die Kürbisse gehören wie die Gurken, die Zucchini und die Melonen zur Familie der Kürbisgewächse. Ursprünglich stammen sie aus Mittelamerika, fanden jedoch durch die Eroberer eine weltweite Verbreitung.

 

Viele verschiedene Arten und Sorten in verschiedenen Farben und Formen werden angeboten. Am bekanntesten bei uns ist der Riesenkürbis, der vor allem im privaten Garten angebaut wird. Doch Kürbisse sind nicht nur dank Halloween bei Groß und Klein beliebt, sondern auch wegen der vielseitigen Verwendung. Sorten wie Hokkaido, Early Butternut, Muscat de Provence oder Sweet Dumpling tauchen mehr und mehr im Angebot der Hofläden, auf Wochenmärkten, im Bioladen und in Gemüsefachgeschäften auf. Sie sehen nicht nur gut aus, sondern lassen sich auch auf schmackhafte Art und Weise zubereiten.

 

Fast alle Kürbisarten können mit der Schale gegessen werden! Verwendbar sind neben dem meist mehr oder weniger gelb-orangenen Fleisch auch die getrockneten Kerne und die Blüten. Letztere können sogar gefüllt oder frittiert werden.

 

Kürbisse enthalten extrem viel ß-Carotin, welches u.a. die Abwehrkräfte stärkt und die Tumorentwicklung hemmt. Dazu kommen noch die Vitamine E und C, sowie vier B - Vitamine. Sie haben ein ausgesprochen günstiges Natrium - Kalium - Verhältnis und verfügen über beachtliche Mengen an Mineralien und Kieselsäure. Das macht sie für jede Altersgruppe interessant – Kleinkinder mögen den leicht süßlichen Geschmack, ältere Menschen können das butterweiche Fruchtfleisch gut essen, zudem wirkt sich der hohe Kaliumgehalt positiv auf Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen aus. Zubereitet mit dem dunkelgrünen Kürbiskernöl nimmt der Körper außerdem alle essentiellen Fettsäuren auf, die er braucht.

 

Durch ihren hohen Basenüberschuss wirken sie stuhlregulierend, hautreinigend und blutdrucksenkend. Für Nierenkranke sind sie geeignet als Diätspeise, da sie mild entwässern. In der Naturheilkunde werden Kürbiskerne bei Prostata- und Blasenleiden empfohlen.

 

Kürbiszeit ist bei uns von Juli bis Januar, Hauptzeit ist aber Oktober und November. Im Keller oder zu frostfreien Zeiten auch draußen sind sie bis zu 3 Monate lagerfähig.
Kürbisse werden auch im Rems-Murr-Kreis angebaut und auf Wochenmärkten und Hofläden direkt vermarktet. Eine Übersicht über die regionalen Anbieter finden Sie in der Online-Suche auf www.natur-von-hier.de. Weitere Informationen finden Sie unter www.ernaehrung-bw.info oder beim Geschäftsbereich Landwirtschaft in Backnang (Telefon: 07191/895-4233).

 

Neben der klassischen Kürbissuppe gibt es zahlreiche andere Ideen und Verwendungsmöglichkeiten:

 

Kürbis-Speck-Flammkuchen
200 ml lauwarmes Wasser
1 Würfel Hefe
400 g Roggenmehl (Type 1150) zusätzlich Mehl zum Ausrollen
3 EL kalt gepresstes Rapsöl
Salz, weißer Pfeffer, Muskat
1/2 Butternutkürbis (ca. 500 g)
125 g Räucherspeck
100 g Schmand
2 Eigelb
200 g kleine Mozzarellakügelchen
einige Salbeiblätter

 

In einer Schüssel etwas lauwarmes Wasser mit der Hefe und 1 EL Mehl verrühren. Das Ganze mit 400 g Mehl bestreuen und etwa 20 Minuten gehen lassen, bis der Teig Blasen wirft. Dann mit dem restlichen Wasser, Rapsöl und Salz vermischen. Den Teig etwa 10 Minuten kneten, bis er weich und geschmeidig ist. Mit Frischhaltefolie abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen.

 

Den Kürbis entkernen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Den Speck fein würfeln und die Mozzarellakügelchen grob zerkleinern. Die Salbeiblätter fein schneiden. Die Kürbisscheiben in kochendes Salzwasser geben und etwa 3 Minuten garen. In der Zwischenzeit die Speckwürfel in einer flachen Pfanne knusprig auslassen. Die Kürbisscheiben mit einer Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen lassen und mit dem Speck durchschwenken. Den Schmand mit den Eigelben verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Nun den Teig kurz durchkneten und 2 Böden dünn ausrollen. Auf 2 mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen, mit dem Schmand bestreichen und die Kürbis-Speckmasse locker darauf verteilen. Die Mozzarellastücke verteilen und mit Salbei bestreuen. Die Flammkuchen nacheinander in 8-10 Minuten bei 200 °C goldbraun und knusprig backen.

 

Bald steht Weihnachten vor der Tür. Wir informieren Sie über die vielfältigen Weine der Region und geben Tipps, wie Sie für Ihr Weihnachtmenü die jeweils passende Weine auswählen können.