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Die Wald-kiefer, regional auch Forche, Föhre oder Kienbaum genannt ist eine der schönsten immergrünen Baumarten. Ihre Verbreitung wurde durch den Menschen großflächig gefördert, denn von Natur aus ist sie konkurrenzschwach und ständig auf der Suche nach einer Nische – ein wahrer Überlebenskünstler.
Eine bescheidene Schönheit mit zähem Überlebenswillen.
Die Stärke liegt daher in der Besiedlung von Freiflächen, Extremstandorten sowie Katastrophenflächen (Stürme, Brände). Man bezeichnet sie deshalb als Pionierbaumart. Auf anderen Standorten ist sie der Konkurrenz unterlegen.
Am besten wächst die Wald-Kiefer bei gutem Wasser- und Nährstoff-angebot. Wegen der tiefgehenden Wurzel ist sie sehr standhaft. Keine andere Baumart kommt aber im Zweifel mit sowenig Wasser und Erde aus.
Wald-Kiefern sind wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Pilzen und Vögeln. An den Wurzeln wurde über 50 Pilzarten festgestellt, die den Bäumen bei der Nährstoff- und Wasseraufnahme helfen (sogenannte Mykorrizha)
Die Wald-Kiefer ermöglichte nach großem Raubbau am Wald bis in das 19 Jahrhundert hinein, erst eine Wiederbewaldung, da sie selbst mit den widrigsten Bedingungen fertig wurde. Heute ist sie die zweithäufigste Baumart in Deutschland mit 23% Flächenanteil (Brandenburg 72%)
Große Kiefernvorkommen sind in der Rheinebene und in Norddeutsch-land, wo sie auf armen Sandböden wenig Konkurrenz hat.
Im Gemeindewald Boll hat sie gerade mal bescheidene 2% Waldflächen- anteil (an der Boller Heide / Leute und im Badwäldle)
Ihr Holz ist in der Möbelindustrie beliebt. Auch als Konstruktionsholz im Innen- und Aussenbereich: für Schiffsdecke, Rammpfähle, Schwellen, Gartenmöbel, Türen, Fenster, Treppen, Fußböden...
Der Begründer der Homöopathie, Hahnemann hat schon 1793 von der medizinischen Bedeutung des Harzes berichtet. Kiefernölextrakte werden als Duft- und Massageöl, Badezusatz und zur Inhalation bei Erkältungskrankheiten und Halsbeschwerden benutzt.
Weltweit gibt es 100 Kiefernarten.
Mehr unter:
www.baum-des-jahres.de